Das alte Wort "Barde" trifft es wohl am ehesten: Ein Mann der Harfe spielt, singt, komponiert und auch textet. Durch meine irische Großmutter habe ich die Verbindung nach Irland im Blut. Und mitunter gelingt mir vielleicht, was dem sagenhaften keltischen Harfner Aengus mit seinen Tönen gelang: Die auf die Erde gestürzte himmlische Prinzessin Etain an ihre Herkunft zu erinnern, die Nebel des Vergessens zu lichten.

Musik ist für mich die stärkste Macht zwischen Himmel und Erde.

In einer Geschichte habe ich das so beschrieben:

„Auf geheimnisvolle Art wusste Leanin diesen Strom aus flüssigem Metall zu lenken, ließ ihn anschwellen, dass man wie in einem Meer badete, nahm ihn zurück, bis nur noch ein zarter silbriger Faden übrig blieb. Und was das Merkwürdigste war: Dieser Tonstrom redete, sprach auf eine Art und Weise, wie man mit Worten gar nicht sprechen kann. Erzählte von Wünschen und Sehnsüchten, die jeder im Grunde seines Herzens bewahrte, von Erinnerungen an verzauberte Stunden.

Da lockerten sich Schlösser und Riegel, die schon Jahre nicht mehr bewegt worden waren. Kummer stiegen auf, die man lang, lang mit sich schleppte. Hoffnungen, die man einst begraben hatte. Wie ein milder Frühlingswind, der das erstarrte Land wieder ins Leben zurücklockt, drangen die Töne in die Seele. Wie nährendes Wasser sickerten sie in die Tiefe, rieselten unaufhaltsam in Spalten und Klüfte, in die sich, finster und trotzig, die Angst zurückgezogen hatte, das Misstrauen und die Hoffnungslosigkeit.

Ab und an hörte man einen Seufzer oder ein Aufatmen. Immer entspannter wurden die Gesichter. Und allmählich glänzte auch aus matten Augen wieder die Freude. Mit einer beschwingten, unternehmungslustigen Melodie beendete Leanin die Reise und führte seine Zuhörer wieder in die Gegenwart zurück.“

Meine Konzerte sind eine Reise durch Zeiten und Länder, Humor inbegriffen.

Ich komme auch gern zu Familienfesten wie Hochzeit, Geburtstag oder Beerdigung, wenn Harfentöne gewünscht werden.